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Der Blickwinkel ist entscheidend   Leave a comment

Von innen nach außen, oder doch von außen nach innen??  - Wie mans sieht!  Bild: Lupo/pixelio.de

Von innen nach außen, oder doch von außen nach innen?? – Wie mans sieht! Bild: Lupo/pixelio.de

Schon öfter wies ich darauf hin, dass so manche Erkenntnisse aus der Physik geradezu beängstigend genau zu unserem Leben und zu dem, was wir unsere Psyche nennen, passen. Heute möchte ich auf ein ganz konkretes Phänomen aus der Quantenphysik eingehen, welches viele spannende Möglichkeiten für uns alle bietet.

Wir wissen, dass Quanten sowohl als Welle als auch als Teilchen auftreten können. Was bringt sie aber dazu, sich in die eine oder andere Richtung zu „entscheiden“? Nun, hier kommt es darauf an, wen oder was sie „treffen“. Ist es ein Feld? Ein anderes Quant? Und was „beabsichtigen“ sie? So weit, so gut. Man könnte also sagen, die kleinen Kerlchen entscheiden auf Grund ihres Umfeldes, wie sie auftreten. Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Denken Sie an Situationen in Ihrem Leben: Wie treten Sie im Beruf auf? Wie zu Hause? Wie unter Freunden? Sie ahnen, wohin es geht.

Der Einfluss des Beobachters

Eine der vielen Fragen in der Quantenphysik lautet: Was ist ein Quant, genauer wie ist es, wenn es sich NICHT für den einen oder anderen Zustand entscheidet? Man weiß es nicht und es steht zu befürchten, dass wir es auch nie erfahren werden. Der Grund dafür ist ein ebenso einfacher, wie faszinierender: In keinem anderen Bereich hat der Beobachter so viel Einfluss auf das Beobachtete, wie in der Quantenphysik! Ja es gibt sogar die Überlegung, dass die Welt um uns herum nur darum vorhanden ist, weil wir sie betrachten! Das klingt geradezu unglaublich doch Forschungen im Bereich Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung zeigen eindeutig, dass die Welt zumindest so ist wie wir sie sehen, weil wir sie so sehen. Lassen Sie uns hier einen Augenblick verweilen.

Sie erinnern sich an die Sache mit der Sprachanalyse, nicht wahr? Sehen wir uns den Begriff „Wahrnehmung“ einmal genauer an. Wir nehmen also etwas für wahr. Und was genau nehmen wir für wahr? Nehmen wir als Beispiel einmal den Vorgang des Sehens. Ganz nüchtern betrachtet, treffen einfach nur Photonen und/oder Lichtwellen in unser Auge und reizen dort diverse Rezeptoren. Die „Outputs“ werden an das Gehirn weitergeleitet und dort ausgewertet, ein Bild entsteht. Was wir nun sehen erkennen wir, weil wir es gelernt haben. Wie wir es sehen, also zum Beispiel ob als schön oder hässlich, bedrohlich oder erfreulich haben wir ebenfalls gelernt, wir nennen dieses Erlernen von emotionalen Zuordnungen „Erfahrung“. So, liebe Leser, entsteht Realität: In uns. „Objektivierung“ bedeutet nichts weiter, als dass sich sehr viele Menschen mit Ihrer Realität einverstanden erklären. Irgendwann wird sie vorab als real gesehen, und ist damit real.

Im Laufe unseres Lebens entwickeln wir gewaltige Datennetze um so banale Dinge wie etwa die Farbe blau. Wenn Sie mögen, erlauben Sie einmal allen Gedanken, Empfindungen, Erinnerungen etc. bewusst zu werden, die sie an die Farbe blau knüpfen. Sie werden feststellen, dass Sie sich ohne weiteres Stunden lang mit dieser Farbe befassen können! Sollten Sie auch andere Sinneseindrücke mit dieser Farbe verbinden, also etwa Klänge, Düfte oder Geschmäcker, so ist das ganz normal, denn unser Gehirn „versteht“ Daten je besser, je dichter sie mit anderen Daten verknüpft sind. Auch scheint es ein wichtiger Faktor für die buchstäbliche Greifbarkeit von Sinneseindrücken zu sein, wie viele weitere Sinneseindrücke und auch Emotionen damit noch verbunden werden. Wenn wir nun behaupten, das alles Denken und Empfinden Energie ist, wird uns jeder Neurologe sofort Recht geben, denn diese Vorgänge erzeugen messbare Nervenströme. Energie wiederum sind Wellen oder Felder, meist elektromagnetischer Natur.

Kommen wir zurück zur Quantenphysik und dem Beobachter eines Experimentes. Da er unmöglich erwartungsfrei beobachten kann, wird er also elektromagnetische Wellen oder gar ganze Felder emittieren, schon alleine auf Grund seines Denkens. Selbst wenn ihm das Meisterstück des Zen gelingt und er wirklich erwartungsfrei bleiben kann, ist er immer noch da. Seine Anwesenheit erzeugt Wellen und Felder. Durch seine Körperfunktionen wird ein biomagnetisches Feld emittiert, dessen unmittelbarste Auswirkung zum Beispiel die Körperwärme ist. Das ist nun mal so und auch eigentlich gar nicht schlimm. Wenn, ja wenn Quanten nicht einen ausgemachten „Felderfimmel“ hätten! Wenn sie ein Feld auch nur „riechen“, stehen die Chancen sehr gut, dass sie sofort mit demselben interagieren wollen. Das ist sehr charmant und spricht auch für hohe soziale Kompetenz, doch beim Versuch OBJEKTIVE Ergebnisse zu erzielen, könnte wohl kaum etwas noch störender sein. Und so nimmt es kaum Wunder, dass es erstaunliche Zusammenhänge zwischen Versuchen und erwarteten Ergebnissen gibt.

Man könnte, so werden Sie jetzt mit Recht einwenden, den menschlichen Faktor ganz einfach eliminieren, indem man Maschinen einen solchen Versuch beobachten lässt. Wurde versucht. Ergebnis: negativ. Erklärung: Die beobachtende Maschine ist der „verlängerte Arm“ eines Menschen. Sie erfüllt die Absicht, zu beobachten. Glauben Sie es oder nicht, in der Quantenphysik reicht das ganz offensichtlich schon für ein „Beobachterfeld“!

Faszinierend, aber eigentlich wertlos…oder nicht!?

Ich verstehe diesen möglichen Schluss aus dem oben Gelesenen durchaus. Aber nun, da wir zusammen einmal schauen werden, wie Quantenphysiker Begriffe wie „Ereignis“ oder auch „Ergebnis“ definieren, könnten Sie Ihre Meinung doch noch ändern. Wir wissen aus der Kopenhagener Deutung, dass es nichts Absolutes gibt. Weder in die eine noch in die andere Richtung ist Absolutheit möglich, sondern nur Wahrscheinlichkeit, bis hin zu unendlich groß oder unendlich klein aber niemals absolut. Wie kommt es dann eigentlich zu einem Ereignis? Manche Quantenphysiker vertreten die sehr interessante Ansicht, dass unser Universum angefüllt ist mit einer gewaltigen Menge an sogenannten Wahrscheinlichkeitswellen. Diese Wellen sind potentiell alles und erst wenn sie eine andere treffen oder ein Feld, definieren sie sich. Haben sich genügend viele Wellen getroffen, oder mindestens zwei von ihnen oft genug „umeinander gewickelt“ erzeugen sie ein neues Feld, welches wiederum zur „Kristallisation“ eines Ereignisses führt. Wie genau das von Statten geht, würde an dieser Stelle zu weit führen, darum lassen wir es einfach weg.

Wir haben also unser „Ereignisfeld“, welches immer noch weiter von Wahrscheinlichkeitswellen getroffen wird und so den „Kristallisationsbauplan“ ständig ummodelt. Stellen Sie sich diesen Bauplan wie eine Art Netz vor, indem sich alle möglichen Teilchen und Wellen verfangen, bis es so „träge“ wird dass es, nun ja, zur Tatsache „abbremst“. Wo kommen denn die Wahrscheinlichkeitswellen her, die in unserem Bauplan herum pfuschen? Nun, zum Beispiel von uns selbst. Durch Entscheidungen, Taten, Worte, Erwartungen und so fort. Natürlich auch von anderen. Deren Meinungen, Ansichten und Ratschlägen die wir, und das ist von großer Bedeutung, ständig in unser Ereignisfeld „einspeisen“. So funktioniert zum Beispiel Motivation. Wie wir unsere Wahrscheinlichkeitswellen „anlocken“,gestalten, färben und an welcher Stelle wir sie in das „Ereignisfeld“ einspeisen, hängt fundamental mit der Frage zusammen, wie wir etwas betrachten.

Wollte man das Ganze sichtbar machen, hätte die Einstellung „ich kann das nicht“ zum Beispiel zur Folge, dass wir die Struktur „an sägen“. So wird sie brechen. Klar. Und um auch ganz sicher zu sein, bauen wir auch noch „zu schwache Akkus“ ein, damit, falls uns das Ganze wider Erwarten doch gut von der Hand geht, uns definitiv auf halbem Weg die „Puste ausgeht“! Warum ist das so? Nun, weil Erwartungen grundsätzlich erfüllt werden. Dabei wird nicht das Gedachte, sondern das Empfundene 1:1 umgesetzt. Damit entsteht die grobe Form unseres „Ereignisfeldes“ und wenn die erst einmal „ausgehärtet“ , also zur Überzeugung geworden ist, liegt der Ausgang weitgehend fest, allenfalls ist noch die Frage variabel, wie genau der erwartete Fehlschlag aussehen wird. Weil das recht viel Arbeit ist, haben wir reichlich Grobformen auf Vorrat, man könnte die „Kiste“ in der sie aufbewahrt werden als unser Selbstbild bezeichnen.

Ausschlaggebend war…Ihr erster Blick auf die ganze Sache! Sie erinnern sich an den gewaltigen Einfluss des Beobachters im quantenphysikalischen Experiment? Der erste Blick auf etwas kann prägend, bindend, geradezu freiheitsberaubend sein, oder er kann auf seinen Platz verwiesen werden: Der erste Eindruck ist einfach nur der numerisch gesehen erste Blick auf etwas oder jemandem. Wollen wir einen Moment bei der Mathematik „wildern“ gehen? Wenn wir um etwas herum gehen (oder auch denken), beschreiben wir einen Kreis. Wie viele Punkte hat ein Kreis? Richtig, gut aufgepasst, es sind unendlich viele. Folglich haben wir auch (potentiell) unendlich viele Möglichkeiten, etwas zu betrachten. Für uns greifbar dürften vermutlich nicht alle sein, aber immer noch sehr viele. Den Standpunkt, von dem aus wir handeln, können wir selbst wählen. Und damit auch die erste Form, den Rahmen des von uns zu bauenden „Ereignisfeldes“, denn der Beobachter beeinflusst das Beobachtete maßgeblich.

Wenn wir also aus der Einflussnahme auf absolut alles um uns herum und in uns drin schon nicht raus kommen, wie wäre es, wenn wir diesen Einfluss auch ausüben würden? Zum Beispiel, in dem wir unsere Macht dort geltend machen, wo wir sie auch haben: In der Frage, WIE wir etwas betrachten, aus welchem Blickwinkel heraus wir handeln. Und, wenn wir schon dabei sind, vielleicht könnten wir auch beginnen, die anderen „Mächtigen“, die Menschen um uns herum zu ehren für das, was sie sehen und wie sie das tun.

Wenn Sie also bei Ihrem nächsten Spaziergang einen älteren Herren auf einer Bank unter dem Baum sitzen sehen, der zu Tränen gerührt ist, schauen Sie nicht abfällig, denken Sie noch nicht einmal so, denn vielleicht hat er unter diesem Baum, der für Sie allenfalls als Weide erkennbar ist, seiner Frau den ersten Kuss gegeben. Er sitzt dort allein und weint, weil sie nach fast 60 Jahren Ehe vorgestern starb. Glauben Sie immer noch, der Baum da ist nur ein Baum? Oder könnte er auch ein heiliger Platz voller Erinnerung und Liebe sein? Wie bitte?! Ja, Sie haben völlig Recht: Es kommt darauf an, wie man ihn betrachtet. Und da wir selbst durch die Art wie wir schauen das was wir Realität nennen ständig erzeugen, ist Ihre Version genauso richtig und berechtigt, wie die des alten Herren, finden Sie nicht? Ebenso Recht haben übrigens auch die Kinder, für die die alte Weide im Sommer ihr Geheimversteck ist, oder die Katze, die sich so gern im Schatten des Baumes sonnt und ihn deswegen für die tollste „Nicht-Katze“ auf der Welt hält…

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Veröffentlicht 21. Januar 2015 von Ina Ewers in Steinkreis

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Zurecht gerückt   Leave a comment

Jede Sicht ist richtig. Bild: Oliver Mohr/pixelio.de

Jede Sicht ist richtig. Bild: Oliver Mohr/pixelio.de

Mit dem Ausflug in die Quantenwelt geben wir sehr viel Absolutheit und Verbindlichkeit auf. Wir begeben uns in einen Raum von Möglichkeiten, in denen Einsteins berühmte Aussage: „Alles was denkbar ist, ist möglich“, regelrecht Gesetzescharakter erhält. Setzen Sie bitte gedanklich alles was Sie lesen in den Konjunktiv (Möglichkeitsform) oder setzen Sie „Es könnte sein das…“ vor die Inhalte. Zahlreiche Schriften aus der Vergangenheit haben durchaus gezeigt, dass auch schlüssige und logische Argumentationen leider völlig falsch und sogar gefährlich falsch sein können. Ob Sie hier den „Hexenhammer“ oder Traktate, die die Auslöschung eines ganzen Volkes logisch und erstrebenswert darstellen als schockierendes Beispiel betrachten möchten, ist Ihnen überlassen.

Das Vertrackte am menschlichen Verstand ist die Tatsache, dass er Schlüssiges mit dem Prädikat „richtig“ klassifiziert und zwar völlig ungeachtet dessen, was Herz und Gewissen dazu sagen oder gar ungeachtet dessen, was das Leben lehrt. Wann immer Sie vom „inneren Mathematiker“ lesen, ist der menschliche Verstand gemeint, er arbeitet in der Tat ähnlich wie ein Mathematiker mit „Informationsgleichungen“. Geht diese Gleichung auf, ist sie zwingend richtig. Das ist es auch, was die Wissenschaftler immer wieder vor gewaltige Herausforderungen stellt: Die Quanten scheinen entweder keine Ahnung von Mathematik zu haben, oder aber wahre Meister des Faches zu sein, Spezialgebiet: irrationale Gleichungen. Am Ende stimmt sogar beides, und sie ignorieren die Mathematik, die Arithmetik und Logik ganz nach Lust und Laune?

Stichwort: Gesetzmäßigkeit

Dieser Begriff hat etwas sehr Tröstliches. Er gibt Sicherheit und sorgt dafür, dass „nichts sein kann, was nicht sein darf“. Kein geringerer als Stephen Hawking sagte einmal so ungefähr sinngemäß, es könne eines der größten Hindernisse der Forschung sein, Naturgesetze als absolut zu betrachten. Ein förderlicheres Bildes wäre es anzunehmen, dass das was wir als Naturgesetz bezeichnen ein Ablauf ist, der extrem wahrscheinlich, vielleicht sogar unendlich wahrscheinlich, aber eben nie absolut ist. Immerhin, so Hawking, wäre eine solche Re-Definition des Begriffes „Naturgesetz“ dafür gut, dass viele Forscher besser schlafen könnten, wenn sich alle möglichen Teilchen mal wieder einfach über das Naturgesetz hinwegsetzten.

Lassen Sie uns also hier lieber mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten, denn dieser Begriff mag zwar etwas schwammiger sein, passt dafür aber immer und erspart uns viel Kopfzerbrechen. Weiterhin ermöglicht er, die Dinge so zu betrachten, wie sie sind. Sie müssen nicht mehr in den Gesetzesrahmen passen, dürfen aber, wenn sie das wünschen. Wahrscheinlichkeit hat einen erlösenden Charakter. Sie erlaubt uns, offen und unvoreingenommen zu erfahren, was und wie wir es erfahren. Wir brauchen nicht mehr notwendigerweise die Idee „Wunder“ aus unserem Leben auszuschließen, sondern können ihn sogar in naturwissenschaftlich anmutender Weise definieren: Ein Wunder ist ein Ereignis dessen Wahrscheinlichkeit sehr gering, aber dennoch dem Grunde nach möglich ist! Sehen Sie? Man kann in der Tat alles definieren, wenn man nur dazu bereit ist. Jetzt brauchen wir unser Erleben, Erfahren und Denken nicht mehr einer Norm zu unterwerfen die anerkannt ist, für uns selbst aber ungefähr so angenehm wie ein Marathonlauf in Schuhen, die zwei Nummern zu klein sind, denn wir haben die Norm ein bisschen erweitert. Könnte „Norm“ nicht vielleicht einfach nur ein anderes Wort für „sehr wahrscheinliches“ oder auch „zu erwartendes/erwünschtes/erhofftes Ergebnis“ sein? Wenn es so wäre, dann hätten wir gemeinsam der Norm gerade das Zwingende und Beschränkende genommen.

Ein weiteres Wort voller Verlockung und Bedrohung: Möglichkeit

Dieser Begriff zieht zwei Dinge zwingend nach sich: Entscheidung und Verantwortung. Lassen Sie uns zunächst Verantwortung definieren. Vielleicht könnte eine Begriffserklärung etwa so lauten: Die Verantwortung ist die Übernahme aller Konsequenzen aus einer Wahl als selbst verursacht, eben durch die getroffene Wahl. Ich persönlich ziehe „Verantwortung“ der „Schuld“ weit vor. Verantwortung ist klarer und eindringlicher, sie ist endgültiger. Sie können sich entschuldigen (und denken, das geschehe wirklich) aber noch nie hörte ich jemanden um „Entveranwortlichung“ bitten. Schuld ist für mich ein sehr willkürlicher Begriff. Man kann sie jemandem aufladen, aber auch abschütteln, etwa durch die Beichte oder die Bitte um Verzeihung. Jetzt wird es sehr ungemütlich denn ich möchte die Frage in den Raum stellen, ob die Verantwortlichkeit wirklich einfach so übertragbar ist, nur weil ich jemanden anderen beschuldige. Weiterhin möchte ich die Frage aufwerfen, ob Folgen einer Tat, eines Wortes, egal ob durch Tun oder Unterlassen, einfach weg sind, nur weil ich mich dafür entschuldige? Jemand, der mir verzeiht, mag mich aus der Notwendigkeit der Ausgleichung (ursprüngliche Definition von Schuld!!!) entlassen, jedoch sicher nicht aus der Verantwortung, das kann der Betreffende nämlich gar nicht.

Wie ist das nun mit den Entscheidungen? Eines haben sie alle gemeinsam, wenn sie im Raume stehen, fallen sie auch. Dabei können Sie allerdings wählen, ob sie entscheiden oder für Sie entschieden wird. In beiden Fällen liegt die Verantwortung bei Ihnen, denn Sie tragen ja nun die Folgen. Ein Beispiel: Man fragt Sie, was Sie gerne essen möchten. Weil Sie gerade keine Lust haben nachzudenken, oder aber die verwegene Erwartung kultivieren, dass der Fragende das gefälligst zu wissen hat, antworten Sie, es sei Ihnen egal. Sie erhalten ein Gericht, welches Sie nicht mögen, das sich aber aus den Lebensmitteln im Haus ergeben hat. Glauben Sie wirklich, der Kochende trägt die Verantwortung für Ihre Unzufriedenheit, oder ist es nicht richtiger, dass Sie selbst die Möglichkeit zufrieden zu sein einfach abgegeben haben und sich nun auch noch darüber beklagen?

Möglichkeit, Entscheidung und Verantwortung sind eng miteinander verflochten. Wenn Sie ein kleines Gedankenexperiment unternehmen möchten, ändern Sie doch einmal die Anordnung. Sie werden sehen, die Zusammenhänge sind immer etwas anders bleiben aber bei jeder beliebigen Anordnung der Begriffe erhalten. Möglichkeiten, dass sind, nun, was sind sie eigentlich? Sie können sowohl Faktoren sein aber auch Ergebnisse. Aus Faktoren können plötzlich Ergebnisse werden und umgekehrt. Hier wird’s so richtig „quantenmäßig“ den Möglichkeiten sind in jeder Situation unermesslich. Die Grenzen erfahren Möglichkeiten ausschließlich durch Ihre Vorstellungskraft. Sie bekommen aber immerhin eine gewisse Richtung durch Proportionalität, also Verhältnismäßigkeit. Doch auch diese ist ein weit zu spannender Begriff. Ich fürchte, den müssen wir uns auch noch einmal näher anschauen.

Ach ja, noch etwas wichtiges zum Thema Möglichkeiten: Sie treten IMMER paarig auf! Das heißt im Klartext: Zu jeder Tat gibt es eine Nicht-Tat, zu jedem Wort ein Nicht-Wort, zu jedem Gedanken einen Nicht-Gedanken. Erinnert ein bisschen an Materie, zu der es ja nun auch die Antimaterie gibt. Man könnte jetzt eine Frage aufwerfen: Wenn Gedanken, Worte und Taten Realitäten erzeugen, erzeugen dann die „Nicht-Formen“ davon sozusagen Anti-Realität? Nehmen wir einmal an, Ihre persönliche Anti-Realität wäre genau das, was Sie alles nicht erleben wollen, wie oft haben Sie schon durch Nicht-Worte, Nicht-Taten oder auch Nicht-Gedanken Anti-Realität erzeugt? Keine Sorge, dieser Gedanke kneift mich auch gerade, wie eine schlecht sitzende Jeans. Das Krönchen auf diesem Gedankengang: Wann wird die Form zur Nicht-Form? Glücklicherweise haben wir alle hier ein „eingebautes Messgerät“: es heißt Intuition und leitet Sie sicher durch diese tückischen Klippen, die Wort oder Nicht-Wort, Tat oder Nicht-Tat, Gedanke oder Nicht-Gedanke heißen.

Verhältnismäßigkeit wird wie genau bestimmt??

Diese Frage kann man so einfach oder so komplex beantworten, wie es gewünscht wird. Oder man nimmt das Ergebnis gleich vorweg: Eine Regel für Verhältnismäßigkeit gibt es nur dann, wenn sie festgelegt wurde! Das tun wir übrigens ständig. Ich will Ihnen das an einem Beispiel erklären.

Sie waren heute den ganzen Tag im Büro, klar, ist ja auch Montag. Am Morgen bereits, fand es Ihr Drucker passend, einen ordentlichen Papierstau zu erzeugen. Dann kam Ihr Chef, der Sie, sicherlich sehr höflich aber dennoch fragte, ob Sie denn eigentlich zu doof seien, einen Drucker zu bedienen. Ihre Kollegin fühlte sich genötigt, sie geschlagene drei Stunden über ihr ausuferndes, kompliziertes und möglicherweise größtenteils ausgedachtes Liebesleben zu informieren und dann rief auch noch die Schule an! Das Gute: Die Kollegin war ruhig. Das Schlechte: Junior hat sich beim Abschreiben erwischen lassen, wurde ausfallend gegenüber er Lehrkraft und kassierte eben jenen Anruf bei den Eltern (also Ihnen). Merken Sie, wie in Ihnen schon beim Lesen ein virtueller, aber dennoch spürbarer „Schnellkochtopf-Effekt“ entsteht? Es geht noch weiter. Da ist nämlich noch der andere Kollege, der sich für unfassbar lustig hält und den Schlüssel Ihres Firmenwagens versteckt. Sie haben einen Termin und der Kunde ist von der Beschaffenheit, dass Sie schon jetzt die Verabschiedung kaum erwarten können. Natürlich kommen Sie, dem Witzbold sei Dank zu spät, das Gespräch verläuft entsprechend. Als Sie abends endlich zu Hause sind, treffen Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin mit ausgerechnet dem Kumpel an, den Sie ungefähr so gern mögen wie Darmgrippe. Und jetzt ist es soweit, die Detonation findet statt! Sie schmeißen den ungebetenen Besuch raus, und streiten derart heftig mit Ihrem Partner/-in, dass der oder die gleich mit geht.

Aus Ihrer Sicht war Ihre Reaktion so was von direkt proportional zur Ereigniskette vorher, aus Sicht Ihres Partners, Ihrer Partnerin allerdings völlig daneben. Wer hat denn nun Recht? Selbstverständlich haben Sie beide Recht. Denn die Verhältnismäßigkeit ist eine wichtige Größe bei Abläufen! Abläufe oder Kausalitäten sind das, was wir ständig tragen wie eine zweite Haut. Das Spannende daran ist, dass Kausalitäten „zaubern“ können: Sie schaffen nämlich permanent Voraussetzungen. Ob wir diese wahrnehmen, was wir damit machen und wie wir uns dazu stellen wiederum, liegt bei uns. Verhältnismäßigkeit hat ganz offensichtlich auch etwas mit der Frage zu tun, wie etwas gesehen wird, die berühmte Frage des Standpunktes also.

„Quanten-“ die Vorsilbe, wenn es spektakulär wird

Mittlerweile gibt es eine ganze Anzahl an Quantenwissenschaften. Was sie alle gemeinsam haben ist der Eindruck, dass die Vorsilbe „Quanten-“ offenbar einlädt, neue Wege in gemeinhin als bekannt angenommenem Terrain zu gehen und spektakuläre Entdeckungen zu machen. Dabei wirkt diese Vorsilbe gleichermaßen motivierend wie bedrohlich. So manchem klassischem Wissenschaftler stehen vermutlich die Haare zu Berge, wenn ihm diese Vorsilbe über den Weg läuft. Alleine schon deswegen, weil all die Richtlinien und Gesetzmäßigkeiten mit denen er arbeitet, plötzlich nur noch Wahrscheinlichkeiten sind und es zu erwarten steht, dass jene kleinen Biester, die Quanten eben, bei nächster Gelegenheit das als wahr, gut und richtig Angenommene kurzerhand ad absurdum führen.

Nachdem immer neue „Quantenversionen“ der bekannten Wissenschaften entstehen, möchte ich einfach mal eine konstruieren: Wie wäre es mit Quantenpsychologie? Hört sich doch gut an. Das Schöne an der „Quanten-“ Vorsilbe ist weiterhin, dass man die so gekennzeichnete Wissenschaft nicht mehr zwingend von anderen klar abgrenzen muss. Die Quantenpsychologie wird sich also bekannte wissenschaftlich nachgewiesene Abläufe stibitzen und auf die menschliche Psyche übertragen. Sie werden noch einiges von der gerade von mir soeben aus der Taufe gehobenen Wissenschaft hören. Sollte Ihnen das irgendwie magisch vorkommen, ist das beabsichtigt. „Was wäre wenn…“ ist eine wichtige Überlegung in den Quantenwissenschaften. Sie scheinen eine Art befreite sozusagen sich gerade im Teenageralter befindliche Form der Wissenschaften zu sein: Alles ist möglich, alles erlaubt und wohin es gehen wird, wird sich zeigen.

Ich bitte, das Bild, Quantenwissenschaften seien sozusagen die „Teenies“ der klassischen Wissenschaften, nicht falsch zu verstehen. Die menschliche Persönlichkeit entwickelt sich vermutlich in keiner Phase des Lebens so umfassend, tiefgreifend und vor allem schnell, wie im Alter zwischen, sagen wir 13 und 20 Jahren. Der Teenager erfindet sich, gezwungenermaßen immer wieder neu, wenn nötig, sogar mehrmals am Tag. Was daraus entsteht, ist eine klare und eindeutige, gefestigte Persönlichkeit, zumindest wenn alles nach Plan läuft. Man liest immer wieder, die Quantenwissenschaften seien revolutionär. Ich würde diese Entwicklung etwas weniger martialisch sehen wollen, denn die Quanten und ihre faszinierenden Eigenschaften waren, zum Teil zumindest, schon vor deren Entdeckung da. Die klassischen Wissenschaften machten den buchstäblichen Quantensprung erst möglich. So würde für mich die Aussage: „Die Quantenwissenschaften sind die Weiterentwicklung, sozusagen Wissenschaften 2.0 der klassischen Disziplinen“ wesentlich richtiger finden.

Ob die klassischen Inhalte als Eltern der Quantenwissenschaften zu verstehen sind, oder als deren Heranwachsen, sei jedem selbst überlassen. Auch finde ich es ein wenig zu schnell geschossen, auf Grund der Erkenntnisse der Quantenwissenschaften die bekannten Gesetze der Natur, Mathematik oder auch Geisteswissenschaften über den Haufen zu werfen. Am Ende stellen wir fest, dass BEIDES stimmt, oder nichts von beidem absolut, die Wahrheit sozusagen die Schnittmenge ist? Widersprüche könnten doch mit einem eingeschobenen „Sowohl als auch“ gemildert werden. Das dies durchaus sinnvoll ist springt buchstäblich ins Auge: Sehen ist Wahrnehmen von Licht, welches sich wiederum sowohl als Welle als auch als Teilchen manifestiert.

„I See“ – Das ausgesprochene Geheimnis?

Im Englischen bedeutet „I See“ so in etwa ich verstehe. Wörtlich über setzt heißt dieser Satz: “ Ich sehe“. Wer‘ so wie ich gerne mal Sprache analysiert‘ steht schon mal als „Erbsenzähler“. Diese‘ meist negativ gemeinte Bezeichnung kann jedoch gleich für Sie und auch mich richtig spektakulär werden (und die inhärente Gefahr bergen, dass Sie mit sofortiger Wirkung zum „Hobby-Erbsenzähler“ werden). Erlauben Sie mir einen kleinen Spannungsbogen:

Wie kann man etwas am allerbesten verstecken? Genau! Indem man es eben nicht versteckt. So wird niemand danach suchen, geschweige denn sich dafür interessieren. Und jetzt kommt’s: Was, wenn sich die ganz großen Geheimnisse des Seins überhaupt nicht in kryptischen Schriften, Pyramiden oder sonstwo verstecken, sondern wir sie jeden Tag tausendfach aussprechen, ohne es zu merken?? Bleiben wir bei der wortwörtlichen Übersetzung des Satzes, mit dem ein englischsprachiger Mitmensch uns wissen läßt, dass er uns verstehen kann, also „ich sehe (was du meinst)“. Sehen, das ist die Verarbeitung von Licht, also Photonen, zu Information.Könnte es sein, dass wir alle so ungefähr wie die Glasfaser Technik kommunizieren? Man weiß, das der Mensch beim Denken Photonen emittiert. Aber das hieße ja…. Genau! Wir kommunizieren permanent mit unserem Umfeld! Die „Standardquanten“ die alle anderen in Bewegung setzen können sind eben jene Photonen, also Energie, die Welle- und Teilchen Charakter zu gleich haben. Wenn Ereignisse sozusagen aus „Quantenfeldern“ bestehen, die irgendwann „dick“ genug werden , dass sie zu Realität kristallisieren, kann man in der Tat Dinge herbei reden oder herbei denken!

Lassen Sie uns diese Idee auf die Spitze treiben:Was, wenn wir auch mit dem Fühlen Quanten emittierten? Führt man die Unlogik der Quantenphysik fort, wäre das nur logisch. Moment, Sprache und so: Gefühl auf „wissenschaftlich“: Emotion. Oder vielleicht doch Emot-ion? Ionen sind geladene Teilchen, man könnte sagen, sie charakterisieren und beschleunigen. Entschuldigen Sie, Merlin tippt mir auf die Schulter, das ist dann eher sein Fachgebiet. Bleiben Sie neugierig, es wird noch richtig abgefahren.

Veröffentlicht 14. November 2014 von Ina Ewers in Steinkreis

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Sprechen Sie „quantisch“?   Leave a comment

Farben und Felder Bild: s. kunta /pixelio.de

Farben und Felder Bild: s. kunta /pixelio.de

Vielleicht erinnern Sie sich, dass ich irgendwann einmal behauptete, dass die Quantenphysik respektive ihre Ansätze, praktischer Teil unseres Lebens sind. Doch wirklich!  Selbst wenn Sie nicht zufällig der Chefingenieur der „USS Enterprise“ sind, wenden Sie die Grundgedanken der Quantenphysik ständig an. Zum Beispiel, wenn Sie sprechen.

In der Quantenphysik spielen Felder eine wichtige Rolle. Sie erzeugen sozusagen die Voraussetzungen dafür das passiert, was eben passiert. Auch den Non-Determinismus, also die Nicht-Vorhersagbarkeit, kennen wir zu gut. Genauso, wie die Unschärfetheorie, die besagt, es gibt nichts Absolutes, nur Wahrscheinliches.  Und nun wird’s spannend: Stellen wir uns vor, unsere Wörter wären Quanten, dann wäre ein Satz ein Quantenfeld! Es hat bestimmte Eigenschaften und provoziert bestimmte Reaktionen. „Provozieren“ ist vielleicht ein bisschen hart, sagen wir, es erzeugt die Voraussetzungen für bestimmte Reaktionen. Die primärste ist die Frage, wie man verstanden wird.

Was passiert beim Verstehen? Es werden nicht nur die Wörter im Sprachzentrum erkannt, mit Bedeutung versehen und zu den anderen zugeordnet, es entsteht IMMER auch eine emotionale Reaktion. Diese gibt die „Farbe“ des Quantengebildes, sprich „Ladung“ oder auch „Wellenlänge“, im Geist des Zuhörers. Auf Grund dieser Farbe und der Form wird ein neues Quantengebilde errichtet und „abgefeuert“, die Antwort. Beim „Färben“ spielen Mimik, Gestik oder im Geschriebenen der Satzbau eine entscheidende Rolle. Viele Eigenschaftswörter (Adjektive) erzeugen viele „Farben“, viele Tunwörter (Verben) erzeugen viel „Bewegung“, viele Namenwörter (Substantive) erzeugen viele, sagen wir geometrische Körper, die sich färben und bewegen.

LHC in klein??

Der „Large Haldron Collider“ im Forschungszentrum CERN bei Genf tut im Prinzip ganz ähnliches. Dabei werden schon einmal Schwarze Löcher erzeugt. Kennen wir, wenn zum Beispiel ein Gespräch stockt, oder man einfach nicht verstanden wird. Oder es erscheinen plötzlich neue Teilchen. Kennen wir auch, doch wirklich! Hatten Sie noch nie eine Idee, eine Inspiration aus einem Gespräch? Sehen Sie? 😉 Manchmal hingegen, machen die Teilchen oder Teilchenströme ganz Unvorhergesehenes. Wenn uns das mit einem unserer „Teilchenströme“ passiert, müssen wir uns meist entschuldigen, erwarten eine Entschuldigung oder sind überrascht bis überfordert von die Wirkung der Worte.

Sie sind ja schon ein bisschen mit dem Thema vertraut und wissen, dass Quanten sowohl Wellen- als auch Teilchencharakter haben, den sie je nach Umfeld (oder Lust und Laune) annehmen. Unsere Worte können so was auch. Jedes Wort muss interpretiert werden, also in Welle oder Teilchen umgespannt werden, da ein Wort eine gewaltige Informationsflut enthält. Glauben Sie nicht? Denken Sie an das Wort „Haus“. Gleichzeitig fallen Ihnen sämtliche Synonyme (andere Wörter für den Begriff) ein, die Sie gehört haben. Vermutlich sogar das Wort „Haus“ in allen Sprachen, die Sie sprechen, und zwar einschließlich der Dialekte. Ebenso alles, was Sie jemals mit oder in Häusern erlebt haben. Ihr Elternhaus, Ihr Traumhaus oder auch das Baumhaus, das Sie als Kind gebaut haben. Verwirrt? Okay, lassen wir es dabei. Doch wir könnten das noch eine ganze Weile fortsetzen. Müssten wir ständig, bei jedem Wort, mit dieser ungeheuren Fülle an Informationen bewusst arbeiten, hätten wir ein Problem (oder wesentlich größere Köpfe). Daher: Ein hoch auf die Felder!

Wer macht die „Felder“?

In aller Regel beide, der Sprecher und der Zuhörer. So sollte es zumindest sein, denn wenn diese „Verschränkung“ nicht entsteht, redet man aneinander vorbei. Mit jedem Wort, mit jeder Geste verändern Beide das Feld und so natürlich auch die Art, wie man sich ausdrückt und versteht. Sehr „quantisch“, finden Sie nicht? Das ist ja gerade so wie der Versuch im Physiklabor, der durch die Anwesenheit des Beobachters und auch seiner Erwartungen beeinflusst wird!

Und wie kommt man auf so was??

Ich bin darauf gekommen durch Beobachtung. Ich neige dazu Dinge zu verstehen, indem ich sie vernetze: Wenn ich irgendetwas „aufschnappe“ kommt sofort die Frage: Woher kenne ich das? Die Verknüpfung von Quantenphysik mit Kommunikation kam während einer Ausbildung im Bereich verbale und non-verbale Kommunikation. Sie war irgendwie plötzlich da. Und sie war spannend! Also begann ich, das Ganze zu beobachten und eine mögliche Verbindung auszuarbeiten. Sie bestätigte sich für mich immer wieder.

Das ist natürlich nur eine Möglichkeit, die Dinge aus verschiedenen Aspekten zu sehen. Es steht zu befürchten, dass ich diese meine „neue Wissenschaft“ namens Quantenkommunikation, hier noch weiter ausarbeiten werde, denn die Folgen, wenn man sie weiter denkt, sind umfassend. Sie erstrecken sich in unser Denken und Erleben und….sie sind teilweise steuerbar! Neugierig geworden? Na dann: Bleiben Sie mit gewogen!

Veröffentlicht 7. September 2014 von Ina Ewers in Steinkreis

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Der Steinkreis als Ort der Schöpfung   Leave a comment

Photo: Christina Maderthoner/pixelio.de

Photo: Christina Maderthoner/pixelio.de

Um es gleich vorweg zunehmen: Die ganze New-Age-Flattergewand, Räucherstäbchen-Esoterik hat vermutlich nur wenig mehr erbitterte Gegner als mich. Wieso also diese Rubrik? Ganz einfach! Weil der Steinkreis der Kelten ungleich viel mehr war, als das, was man ihm heute gemeinhin zubilligt. Er war ein Ort voller Gefahren. Ein Ort „der nicht ist, und an dem daher alles Sein seinen Anfang hat“. Lassen Sie sich diesen Satz bitte einen Moment im Neo-Kortex, Ihrem größten und denkenden Teil des Gehirns, zergehen: Sein kann nur stattfinden, wenn Nicht-Sein da ist.

Für die Kelten und übrigens auch die Germanen sowie einige Stämme Nordamerikas war der Steinkreis oder auch das Medizinrad, das Universum inklusive Urknall in klein. Alles, absolut alles, das Erschaffende und das Vernichtende der Elemente, Geist und Materie, Liebe und Hass, mit einem Wort, alles Denkbare und Undenkbare war in diesem Kreis vorhanden. Der Mensch betrat ihn, um als Schöpfer tätig zu werden. Um die Kräfte so zu schmieden, wie er es für richtig hielt. Nun ja, er versuchte es zumindest denn der kundige Schamane/Druide wusste natürlich, dass alles was ist, Gott ist, also Intelligenz, Willen und Entwicklung beinhaltet.

Unser Steinkreis. Meiner, und Ihrer, liebe Leser

Wir werden in dieser Kategorie schauen, wie unsere ganz persönliche Wirklichkeit eigentlich entsteht. Sie werden hier ein paar Grundprinzipien, manche nennen sie Naturgesetze, andere Axiome, kennenlernen. Sie werden auch sehen, wie sich diese Grundkräfte, denen man sich nicht entziehen, wohl aber mit anderen Grundkräften ein Schnippchen schlagen kann, auswirken. Ebenso werden wir gemeinsam erforschen, wie Sie und ich diese Kräfte ständig nutzen, meist leider unbewusst. Macht man sich einen Ablauf bewusst, funktioniert die Ausrede „Ich hab das nicht gewusst“, halt nicht mehr. Aber vielleicht braucht man sie dann auch nicht mehr.

Und jetzt kommt’s: Sämtlichen Esoterikern, Coaches und Motivationstrainern zum Trotz behaupte ich, dass wir es eben nicht jederzeit unter Kontrolle haben, was uns passiert. Unsere Freiheit liegt ganz woanders, ist viel größer und viel schrecklicher denn: Wir haben jederzeit die Kontrolle darüber, was wir mit den Dingen machen! Und wieder ein Blick ins Nähkästchen: Ich war vor einigen Jahren in einen schweren Unfall verwickelt. HWS- und Kopfverletzungen machten aus mir ein von Schmerzen gepeinigtes, halbblindes, von Krampfanfällen geschütteltes Etwas. Sie schossen mich mit einem Schlag aus meiner Lebensplanung. Das Studium in Australien, die Zukunft als Forscherin im Bereich Hydrodynamik, all das war schlagartig zerstört. Ebenso meine Unversehrtheit und meine irrige Annahme, ich hätte Kontrolle über mein Leben.

Das klingt brutal? Verlassen Sie sich darauf, es war für mich körperlich und seelisch ungleich viel brutaler als alles, was Sie sich gerade vorstellen. Ich fiel in tiefe Ängste, manifestierte neben den körperlichen Problemen eine heftige Depression. Als ich eines Tages beim Fenster putzen über die Frage sinnierte, ob mich ein Sturz aus dem Dachfenster wirklich töten oder einfach nur noch schlimmer zurichten würde wusste ich: Es muss ganz schnell was passieren! Als erstes beschloss ich, das Putzen der Dachfenster solange zu vertagen, bis ich dabei weniger kryptische Überlegungen anstellen würde. Als Zweites sah ich mir meine Situation gnadenlos genau an. Dabei fiel mit etwas auf: Mein Umfeld belaberte mich ständig mit all dem, was ich verloren hatte. Was mit verwehrt bleiben würde. Das konnte aber doch nicht alles sein? Das DURFTE nicht alles sein! Also begann ich zu schauen, was ich noch hatte. Das war eine ganze Menge. Auch Sachen, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie hatte. Daraus muss sich doch was machen lassen? Einzige Regel: Es muss was Neues sein. Nicht versuchen, aus den Trümmern die alte Ina wieder zusammen zu kleben, das geht nämlich nicht. Und nun begann er, mein Weg zur Genesung.

Heute geht es mir wieder recht gut, keine Anfälle mehr, die Schwäche der rechten Seite durch gezieltes Training überwunden, das eingeschränkte Sehen durch ein Gehör und einen Tastsinn, der manches Tier neidisch machen würde, kompensiert. Das klingt nach Zauberei. Und es kam aus dem Steinkreis. So nenne ich jenen Ort in mir drin, an dem ich meine Macht hüte. Die nämlich entscheiden zu können, wie ich Dinge sehe und was ich mit ihnen mache. Einer meiner ganz großen Wünsche ist, dass ich nicht die Einzige mit einem solchen Hort des Chaos und der Schöpfung im Geist bin. Er hat nicht nur mein Leben, nein, er hat MICH gerettet. Indem ich Ihnen meinen zeige, finden Sie vielleicht auch Ihren.

Methoden und Übungen finden Sie hier garantiert nicht

Der Grund ist nicht, dass ichs nicht verraten will, sondern vielmehr der das ich denke, die Methodik ist individuell wie wir selber. Daher finden Sie hier andere Unterstützung. Ich werde Ihnen sagen, was mich trieb und motivierte und was dabei heraus kam. Immer wieder werden Sie lesen „denken sie einfach!“ Je einfacher etwas ist, umso weniger fehleranfällig ist es. Leider haben wir vor diversen Generationen aus irgendeinem Grund beschlossen, dass das Leben kompliziert sein muss. Den Kirchen und Religionen verdanken wir, dass wir glauben, wir bräuchten Vermittler zwischen uns und den Kräften des Geistes, die wir zwar in uns tragen, derer wir aber nicht würdig sind.

Noch ein Hinweis: Ich bekenne mich zu keiner der großen Religionen, dennoch bin ich ein zu tiefst gläubiger Mensch. Wenn Sie hier also Bezüge auf die Bibel, den Talmud oder die Veden finden, ziehen Sie bitte keine falschen Schlüsse. Ebenso können Sie hier auf Zitate großer Philosophen, Wissenschaftler oder mythischer Figuren stoßen.

Veröffentlicht 16. August 2014 von Ina Ewers in Steinkreis